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09.08.2005 | SKATE THAT blieb trotz guter Leistung nur Platz fünf

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kehrte die Delmenhorster Formation SKATE THAT am Sonntag von den Deutschen Meisterschaften aus Hanau zurück. Trotz einer überzeugenden und fehlerfreien Leistung blieb am Ende nur der 5. Platz.
Den Zuschauern wurde ein Wettkampf auf insgesamt hohem Niveau geboten, alle fünf Teams blieben von grobem Patzern oder Stürzen verschont.
Den Anfang machten die Lokalmatadoren aus Hanau, die in dieser Saison bereits einmal den amtierenden Weltmeister aus Hessen, SKATE ATTACK, schlagen konnten. Sie wurden von ihren Zuschauern frenetisch unterstützt und zeigten eine bemerkenswert gleichmäßige Kür, die allerdings kaum technische Schwierigkeiten enthielt und sehr dramatisch interpretiert wurde.
In dieser aufgeheizten Atmosphäre ging das Delmenhorster Team mit der Startnummer zwei auf die Bahn. Die 16 Läuferinnen und Läufer präsentierten sich in hervorragender Verfassung und lieferten ihre beste Saisonleistung. Das spannungsvolle und unterhaltsame Programm, das Trainer Maik Purrmann aus mehreren Stücken von Robbie Williams choreographierte, kam beim Publikum sehr gut an und lenkte alle Augen auf die anschließende Bewertung. Leider setzte die Mehrzahl der fünf Wertungsrichter SKATE THAT hinter die Formation aus Hanau, was eine herbe Enttäuschung für das junge Team war. Allerdings muss man festhalten, dass in der zweiten Saison der Abstand zur nationalen Leistungsspitze nicht überaus groß ist.
Die SKATING DIAMONDS aus Wolfsburg zeigten als dritte Starter eine solide Leistung und wurden überraschenderweise nur hinter Hanau auf dem momentan zweiten Platz gewertet.
Das DREAM TEAM aus Niedersachsen ging danach mit dem Anspruch den Titel zu erringen auf die Bahn und lief die wohl technisch anspruchvollste Kür im Starterfeld. Sie wurden mit den bis dahin höchsten Noten belohnt und schoben sich verdient auf den ersten Platz.
Alle Augen richteten sich nun auf den amtierenden Welt- und Europameister SKATE ATTACK. Mit Musik aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“ und einer ebenfalls dramatisch angehauchten Vorstellung bestätigten sie ihre Vormachtstellung der letzten Jahre im Formationslauf und bekamen Traumnoten, die sie letztendlich verdient zum Deutschen Meister kürten.
Für die Delmenhorster Formation beginnt nach einer anstrengenden Saison der wohlverdiente Urlaub. Leider beenden die vier langjährige Läuferinnen Annika Bode, Gabriela Nordbruch, Marie-Christin Pfabe und Linda Schröder aus privaten Gründen ihre Formationskarrieren, so dass SKATE THAT in der nächsten Saison vor der schwierigen Aufgabe steht diese Läuferinnen zu ersetzen und neue Mitglieder in das bestehende Team zu integrieren.

Keno Stutz