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06.12.2006 | SKATE THAT in Murcia nur auf Rang neun

Der Wunsch es besser zu machen als bei der letzten WM in Rom (Platz acht) erfüllte sich für die Formation SKATE THAT nur teilweise. Am Ende blieb zwar nur der neunte Rang, allerdings war dem Delmenhorster Team die positive Entwicklung des letzten Jahres deutlich anzumerken.

Mit dem Titel des Deutschen Vizemeisters im Rücken flog die Formation SKATE THAT hoch motiviert und zuversichtlich ins spanische Murcia. Ziel war es einen überzeugenden Durchlauf ihrer Kür zu Orffs Carmina Burana zu zeigen und eine möglichst gute Platzierung zu erreichen. Die Fläche der WM-Halle war in bestem Zustand, wie auch die gesamte WM außergewöhnlich gut organisiert war. Im offiziellen Training am Sonntagmorgen zeigten sich die 16 Sportler bestens aufgelegt und präsentierten zwei sehr gute Trainingsdurchläufe, die Hoffnung auf den abendlichen Wettbewerb mit elf Formationen aus vier Nationen machten.

Mit der Startnummer fünf ging SKATE THAT auf die Bahn. Aber bereits nach 20 Sekunden unterlief einer Läuferin ein Flüchtigkeitsfehler, sie stürzte im ersten Kreis, konnte sich aber schnell wieder in die Formation einordnen. Trotzdem lief es in der Folgezeit nicht mehr so konzentriert und fehlerfrei wie in der bisherigen Saison und es kam zu einigen kleineren Unsicherheiten, die im internationalen Vergleich über Sieg und Niederlage entscheiden. Im Vergleich zum Auftreten vor einem Jahr in Rom konnte man aber eine deutliche Steigerung erkennen. Die Ausführung der einzelnen Elemente und die Synchronität waren stark verbessert, insgesamt merkte man dem Team seine größere Selbstsicherheit an. Die läuferische Präsenz auf der Fläche war im Gegensatz zum Vorjahr um einiges verbessert.

Die Wertung beförderte SKATE THAT im Anschluss an ihre Kür auf den zwischenzeitlich vierten Rang. Am Ende schoben sich noch fünf Teams vor die Delmenhorster, darunter auch die beiden argentinischen Formationen „Tradequip“ und „Milenium“, die verdient die ersten beiden Plätze belegten. Die Vergabe der Plätze sieben bis neun war aufgrund der gleichen Mehrheitszahl so eng, dass die Plätze nur anhand der höheren B-Noten vergeben wurden. Am Ende hatte SKATE THAT das Nachsehen und musste sich knapp auf den neunten Platz verweisen lassen.

Doch nicht nur den Delmenhorstern war nach dem Wettbewerb die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Auch die anderen deutschen Teams konnten mit ihrem Abschneiden nicht zufrieden sein. Der Titelverteidiger Skate Attack zeigte ein unsicheres Programm und konnte sich mit knappem Vorsprung vor einer italienischen Formation noch auf den dritten Platz retten. Das Dream Team, bisheriger Vizeweltmeister, musste sich mit Platz fünf begnügen.

Keno Stutz