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| 01.05.2007 | SKATE THAT wird Vize-Europameister Riesen Erfolg für die Delmenhorster Rollkunstlauf-Formation SKATE THAT in Porto. Die Delmenhorster Rollkunstlauf-Formation SKATE THAT schaffte am Sonnabend in Porto die Sensation und wurde Vizeeuropameister. Sie musste sich lediglich dem Vorjahressieger aus Hessen geschlagen geben und schrammte nur knapp am EM-Titel vorbei. Das Trainergespann und die insgesamt 17 Läuferinnen und Läufer waren mit relativ geringen Erwartungen nach Portugal geflogen. Zum einen war die Vorbereitung auf die Europameisterschaften alles andere als optimal verlaufen, zum anderen steckte die unglückliche WM vom vergangenen November noch in allen Köpfen. Der Trainingsrückstand der letzten Wochen war gewaltig, diverse Verletzungen hatten ein komplettes Training in der Originalbesetzung während der letzten vier Wochen unmöglich gemacht. Erst vor Ort in Portugal konnte die Stammbesetzung am Freitagmittag eine Stunde ein freies Training in einer Nebenhalle in Anspruch nehmen um letzte Abstimmungen zu treffen. Dieses Training verlief zwar noch nicht perfekt, aber immerhin so gut, dass man den Wettkampftag schon etwas optimistischer angehen konnte. Am Sonnabendvormittag stand dann das offizielle Training in der Wettkampfhalle an und in diesen 20 Minuten deutete sich schon an, dass das Team sich schnell aufeinander eingestimmt hatte. Die Kür zu Orffs Carmina Burana wurde nahezu fehlerfrei gelaufen und der sehr gute Parkettboden trug ebenfalls dazu bei, dass die Delmenhorster die Vorbereitungen für den Wettbewerb am Abend entspannt und mit Vorfreude angingen. Insgesamt waren im Formationswettbewerb zehn Mannschaften aus Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal vertreten, wobei die Favoritenrolle klar bei den Vorjahressiegern aus Hessen, Skate Attack, lag. Nach jeweils enttäuschenden dritten Plätzen bei den Deutschen Meisterschaften und den Weltmeisterschaften war der vierfache Europameister unter Zugzwang und ging als vorletzte Mannschaft in den Wettbewerb. Trotz eines leichten Sturzes, der für einige Wertungsrichter nicht zu sehen war, kamen die Hessen gut durch ihr Programm und erhielten ansprechende und die bis dahin besten Bewertungen. Unmittelbar nach den Hessen ging SKATE THAT mit der zehnten und letzten Startnummer auf die Bahn des Palacio do Cristal und präsentierte sich von Beginn an in bestechender Form. Dieser Auftritt war nicht zu vergleichen mit den bisherigen Starts auf internationaler Bühne, es gab weder Unsicherheiten, noch Schritt- oder Taktfehler. Nachdem die ersten Elemente flüssig und gleichmäßig funktionierten, entwickelte sich eine Gruppendynamik, die das Selbstbewusstsein der 16 Aktiven noch weiter steigerte und die nächsten Elemente noch sicherer und überzeugender gelingen lies. Ab der Hälfte der Kür wurden auch die etwa tausend Zuschauer in der Halle immer lauter und gaben den Läufern noch eine Extraportion Sicherheit und Selbstbewusstsein, so dass die Kür absolut fehlerfrei zu Ende gelaufen werden konnte. Nachdem auch die Wertungsrichter die Leistung anerkannt hatten und mit einer 9,8 in der B-Note sogar die höchste Bewertung des Wettbewerbs gezogen wurde, war allen klar, dass es für einen Platz unter den ersten drei gereicht haben musste. Neben der Bahn fielen die Anstrengung und der Stress der letzten drei Monate von allen Beteiligten ab und entluden sich in Freudentränen und Jubeltänzen. In den folgenden zehn Minuten hieß es auf das Endergebnis zu warten. Während sich die Titelverteidiger aus Hessen Sorgen um den ersten Platz machten, feierten die Delmenhorster bereits ihr überraschendes Abschneiden. Das dann offizielle Ergebnis zeigte, dass der Abstand zwischen den ersten beiden Plätzen sehr eng war, denn immerhin zwei der sieben Wertungsrichter sahen SKATE THAT sogar auf dem ersten Platz. Die drittplatzierten Italiener, die noch auf der letzten WM weit vor SKATE THAT landeten, wurden dieses Mal mit deutlichem Abstand geschlagen. Letztendlich war der zweite Rang für die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft aber absolut zufriedenstellend und der perfekte Saisonabschluss. Mehr konnte man in diesem Jahr noch nicht erwarten. Die dritte deutsche Mannschaft, das Dream Team aus Niedersachsen, erreichte nur den fünften Rang. Da sich eine Läuferin während der Kür schwer am Knie verletzte und nicht bis zum Ende durchlaufen konnte, konnte der amtierende Deutsche Meister nicht in den Titelkampf eingreifen. Gegen 23 Uhr wurde den immer noch strahlenden Delmenhorstern der Pokal überreicht und die anschließende Feier im Hotel zog sich bis zum Abflug der ersten Sportler in den frühen Morgenstunden hin. Die letzten Läufer und Eltern verließen dann Porto in Richtung Delmenhorst am späten Sonntagnachmittag bzw. frühen Montagmorgen. Vizeeuropameister wurden: Britta Brügma, Svenja Franzen, Frauke Günther, Mareike Heißenbüttel, Jennifer Jensen, Kim Julia Jensen, Katharina Lüder, Angelika Matzig, Julia Purrmann, Sibylla Reimann, Janina Rodehau, Julia Rohde, Vanessa Rohrmoser, Alina Sack, Daniela Sanders, Keno Stutz und Swantje Zipfel. Keno Stutz |
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