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08.08.2007 | SKATE THAT enttäuschter Dritter

Voller Erwartungen fuhr SKATE THAT zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft nach Freiburg i. Brsg. Dort wollte man um den Titel kämpfen, nachdem man den letztjährigen Deutschen Meister DREAM TEAM in dieser Saison bislang immer geschlagen hatte und dem WM Dritten und Europameister  SKATE  ATTACK  bei der EM in PORTO recht nahe gekommen war.
Das morgendliche Training verlief zwar fehlerfrei, doch etwas verhalten, so dass die relativ kleine Bahn nicht an allen Seiten ausgelaufen wurde und der Vortrag ungewohnt vorsichtig  wirkte. Läufern und Trainern war klar, dass in punkto Schnelligkeit und Bahnpräsenz noch zugelegt werden musste, um ganz vorne dabei zu sein. Zumal die anderen Teams zwar Stürze im Training zeigten, doch relativ schnell und sicher wirkten.
Am Nachmittag ging mit der Startnummer eins das Team aus Remscheid an den Start. Bedingt durch einen krankheitsbedingten Ausfall einer Läuferin musste das noch nicht so erfahrene Team am Morgen eine Ersatzläuferin einbauen und ging entsprechend nervös an den Start. Sie meisterten ihren ersten nationalen Start jedoch gut und zeigten sich verbessert gegenüber der letzten Saison. Als nächstes folgte das DREAM TEAM. Von diesen Läuferinnen war man gewohnt, dass sie immer eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Training zeigten. Ungewohnt deshalb diesmal viele unsaubere Blöcke und Kreise. Doch die Wertungsrichter ließ dies unbeeindruckt und sie vergaben sowohl in A- als auch in B-Note für manchen Betrachter  unerwartet hohe Noten. Jetzt war man gespannt inwieweit  das Team Hanau I in das Geschehen um die Medaillen eingreifen konnte. Sie zeigten ihr Dracula-Programm sicher und mit einigen sehr schönen Schrittpassagen, insgesamt wirkte das Programm an einigen wenigen Stellen (noch) nicht dynamisch genug. Sie wurden im laufenden Wettbewerb an zweiter Stelle platziert.
Die Stimmung in der Halle änderte sich: Alle warteten gespannt auf den heimlichen Favoriten SKATE ATTACK. Konnten sie ihr Programm sicher und ohne kleine Rempler oder Stürze über die Bühne bringen? Sie konnten! Und präsentierten einen Durchlauf, der nicht nur fehlerfrei war, sondern das gewisse Etwas hatte. Erwartet wurden dafür hohe Noten, doch der Abstand zum wackligen DREAM TEAM wurde nur relativ gering gehalten. Als letzte Startnummer folgte SKATE THAT. Die Läuferinnen der Delmestadt boten ihre Schwierigkeiten sicher und schnell dar. Sie boten flüssige Übergänge, exakte Blöcke und ein auschoreographiertes Programm und zeigten sich gegenüber dem Training deutlich verbessert. Auch wenn Trainer und mitgereiste Fans schon mitreißendere Durchläufe gesehen hatten, hoffte man auf zumindest auf einen zweiten Platz, zumal man ein stärkeres DREAM TEAM schon mit schwächeren Leistungen besiegt hatte. Nach der Notenvergabe hatte man jedoch den Eindruck, dass man auch mit einer noch besseren Leistung bei diesem Wertungsgericht keine Chancen gehabt hätte. SKATE THAT unterlag mit 2:3 Wertungsrichterstimmen dem DREAM TEAM und musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

Annika Bode