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04.05.2008 | Traum vom Titel für SKATE THAT geplatzt

Am späten Samstagabend wurde es bei den nationalen Titelkämpfen, die in diesem Jahr in Duisburg stattfanden, ernst für die Laufgemeinschaft aus Delmenhorst, Emden und Steyerberg. Als zweites von vier Teams (außerdem noch das ‚Dream Team‘ aus Wolfsburg/Braunschweig, das ‚Magic Team‘ aus Remscheid und die einzige süddeutsche Mannschaft aus Hanau) mussten die sechzehn Damen vor ausverkauften Rängen aufs Parkett.
Nach einem zufriedenstellenden Training am Vortag, bei dem lediglich die für das Formationslaufen fast schon zu kleine Lauffläche leichte Schwierigkeiten bereitet hatte, war die Stimmung vor dem Auftritt bestens. In den kommenden fünf Minuten präsentierte die Gruppe dann einen überzeugenden, fast perfekten, sehr schwungvollen und sicheren Durchlauf und wurde mit tosendem Applaus von einem begeisterten Publikum und Noten bis zu 9,6 vom Preisgericht belohnt.
Doch der Freudentaumel fand ein jähes Ende, als der niedersächsische Rivale nach einem ebenfalls sehr guten Auftritt eine höhere Wertung erhielt und deutlich in Führung ging – zu deutlich für viele Experten.
Besonders in der A-Note, der Bewertung der technischen Schwierigkeit des Programmaufbaus, ist der große Unterschied schlicht nicht nachzuvollziehen, viele sprachen sogar von einer Fehlentscheidung. Auch das gehört zu diesem Sport, konnte jedoch nach anfänglicher Enttäuschung die Freude über die in dieser Saison bisher gelungenste Darbietung nicht trüben. Das Duell um die Bronzemedaille konnten erwartungsgemäß die Hessen für sich entscheiden.
Nun heißt es für die Mannschaft um Trainergespann Maik Purrmann und Annika Bode also: nach vorne schauen! Denn im November steht der absolute Saisonhöhepunkt an, die Weltmeisterschaften im fernöstlichen Taipeh, für die man sich schon im Vorfeld dieser Deutschen Meisterschaften qualifiziert hatte. Nachdem die Teilnahme im letzten Jahr kurzfristig abgesagt werden musste, da die finanzielle Unterstützung für die weite Reise an die Ostküste Australiens ausblieb, hoffen die Aktiven, die alles komplett aus eigener Tasche zahlen müssen, nun auf die dringend nötigen Spenden- und Sponsorengelder, um ihren Traum von einer möglichen WM-Medaille – und einer landesinternen Revanche – zu erfüllen.

Nina Pollex